6 Tipps gegen den Winterblues – ein Schlachtplan

Frau steht mit gelber Regenjacke im Wald

Sinkende Temperatur = sinkende Laune?

Oft fällt es uns schwer, den Winter mit positiven Erlebnissen zu verknüpfen. Wir entwickeln ein hohes Schlafbedürfnis (vergleichbar mit dem Wunsch nach Winterschlaf) und fühlen uns unmotiviert. Heute gebe ich euch eine kleine Einführung ins Thema und meine sechs Strategien gegen den Winterblues.

Wer hat Lust auf Süßes?

Fast jeder Dritte in Deutschland leidet unter dem Winterblues. Neben dem Schlafbedürfnis und der Antriebslosigkeit können folgende Punkte weitere Symptome sein:

  • Heißhunger auf Süßes
  • Konzentrationsprobleme
  • Energielosigkeit
  • Unentschlossenheit

Vielen Dank auch, Dunkelheit.

Fehlt uns Licht, fehlt uns Serotonin. So sehen das die Forscher. Der Nervenbotenstoff hellt die Stimmung auf und macht uns zufrieden. Unter dem Einfluss von Licht schütten wir ihn verstärkt aus. Wenn wir zu wenig Tageslicht sammeln, fährt der Körper die Ausschüttung von Serotonin zurück. Stattdessen schüttet er das Schlafhormon Melatonin aus. Weil es im Winter länger dunkel ist, entsteht ein hormonelles Ungleichgewicht, das uns schlapp macht.

Was unterscheidet den Winterblues von einer Winterdepression?

Der Winterblues ist eine leichtere Variante der Winterdepression, einer saisonal abhängigen Depression. Sie tritt in den trüben Herbst- und Wintermonaten auf und macht sich durch vielfältige Symptome bemerkbar. Zur obigen Liste der Symptome können bei einer Winterdepression noch Freudlosigkeit, Rückzugstendenzen, Stimmungsschwankungen und negative Gefühle hinzukommen. Die Unterscheidung ist nicht einfach. Passt gut auf euch auf: Wenn es euch nicht gut geht, ihr das Gefühl habt, unter mehr als einem Winterblues zu leiden, scheut euch nicht davor, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Sprecht bitte euren Arzt oder eure Ärztin darauf an.

Frau beim Spaziergang im Wald

Mein persönlicher Schlachtplan gegen den Winterblues:

 

  1. Raus ans Licht: Es ist nass. Es ist kalt. Wer möchte da unter der Decke hervorkriechen? Aber: Auch ein bewölkter Himmel fördert die Ausschüttung von Glückshormonen. Bewegung und Licht vertreiben die Müdigkeit. Ein Spaziergang durchs Viertel oder eine Joggingrunde durch den Park signalisiert Euren Nerven: “Produziert mehr Serotonin!” Experten raten, täglich eine halbe Stunde Tageslicht zu tanken. Wenn es mal nur für 15 Minuten in der Mittagspause reicht, ist das in Ordnung. Besser, als gar nicht raus zugehen.
  2. Wärmendes Essen: Bestimmte Nahrungsmittel sollen die Ausschüttung von Serotonin fördern, beispielsweise Bananen und Schokolade. Ob sich allein dadurch die Stimmung bessert, ist unwahrscheinlich. Heißes Lieblingsessen fördert aber das Wohlbefinden und wärmt euch nach dem Spaziergang richtig durch. Meine Lieblinge sind Ingwer-Zitronen-Tee und scharfe Linsensuppe.
  3. Positive Erlebnisse: Pünktlich zum Feierabend ist es dunkel? Zeit, schlafen zu gehen. Stop. Ich weiß, die Versuchung ist groß. Manchmal werden wir vom Winterblues ausgetrickst. Stattdessen täte es uns gut, wenn wir etwas unternehmen würden. Es muss kein Konzertbesuch oder Ausflug in den Wildpark sein, auch ein gemeinsames Abendessen mit Freunden kann helfen, die Stimmung zu heben. Währenddessen können wir dann schön meckern, dass es seit zwei Wochen regnet. Oder die nächste Reise in die Sonne planen.
  4. Zeit für Selfcare: Der Winter ist die beste Zeit für entspannende Rituale: baden, lesen, malen. Oder einfach nur Bingewatching. Zuhause rumhängen kommt im Sommer oft zu kurz, dabei tut die Ruhe gut. Vielleicht fällt Euch ein neues Hobby ein, mit dem ihr jetzt endlich starten könnt. Neue Projekte motivieren mich immer sehr.
  5. Strukturierte Tage: Klingt langweilig, hilft mir aber. Nicht zu wissen, was ich als Nächstes mache, drückt mir aufs Gemüt und am Ende mache ich nichts. Deswegen überlege ich mir, wie mein Tagesablauf aussehen soll, wann ich spazieren gehe und Freunde treffe. Das alles landet, inklusive Sporteinheiten, im analogen Kalender. Als Selbstständige achte ich zusätzlich auf einen geregelten Schlafrhythmus, um morgens gut aus dem Bett zu kommen.
  6. Bloß keinen Druck: Tagespläne, Freizeitpläne, eine To Do Liste, die nicht kürzer wird. Das klingt alles ganz schön viel. Jetzt ist Winterschlafzeit und es ist vollkommen in Ordnung, den Druck mal wegzulassen: Genug zu sein. Nicht alles schaffen zu wollen. Ignoriert nicht eure Bedürfnisse. Wenn ihr früh schlafen gehen wollt, um auf acht oder neun Stunden Winterschlaf zu kommen, gönnt euch das mit gutem Gewissen.

Was hilft euch im Winter gegen Müdigkeit und Antriebslosigkeit?

Photo 1 by Alesia Kazantceva on Unsplash

Photo 2 by Lukas Budimaier on Unsplash

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