Zero Waste im Badezimmer – 3 Maßnahmen für Zaghafte

Blick auf Füße in einer Badewanne

Im kleinsten Raum sammeln wir die größte Menge Müll. Brauchen wir die ganzen Produkte wirklich?

Wer bei Low Waste im Bad an waschbare Toilettentücher und die NoPoo-Methode denkt, kann beruhigt durchatmen: Müllvermeidung geht auch anders.

Gewohnheiten können wir nicht sofort ändern. Wir müssen unser Leben nicht vollständig auf Zero Waste umstellen. Denn unsere Umwelt freut sich auch über kleine Schritte. Wenn wir uns nicht unter Druck setzen, Babysteps machen, bleiben wir viel eher bei der Sache.

Wie legen wir nun los? Diese drei Schritte helfen beim Einstieg ins Thema Low Waste:

1. Kosmetik- und Hygieneprodukte reduzieren

Lippenstift Nr. 1, 2, 3, 4….Halt! Wenn wir bei jedem aufgebrauchten Produkt überlegen, ob unbedingt ein Neues brauchen, wird uns schnell klar: Viele Produkte im Badschrank benutzen wir gar nicht. Vielleicht reichen auch zwei verschiedene Lippenstiftfarben anstatt acht.

Um die Produktanzahl weiter zu reduzieren, können wir außerdem auf More-in-1-Produkte umsteigen: Seife, die fürs Gesicht und zum Duschen geeignet ist oder Duschgel, das auch die Haare blitzblank wäscht.

Verschiedene, bunte Seifen zum Duschen

Noch ein Tipp zur Müllreduzierung: Stöbert mal durch eure Vorratsschränke in der Küche. Sonnenblumenöl eignet sich beispielsweise zum Abschminken. Es zieht im Vergleich zu anderen Ölen schnell ein und wirkt entzündungshemmend. Auch Kokosöl hat pflegende Eigenschaften und hilft insbesondere trockener Haut über den Winter. Beides kommt sogar ohne Plastikverpackung aus.

2. Wiederverwendbare Alternativen? We like!

Am Abend werfen wir nach dem Abschminken zwei Wattepads in den Mülleimer. Wie oft haben wir sie benutzt? Ein einziges Mal! Und das machen wir jeden einzelnen Tag. Glücklicherweise gibt es Mehrwegalternativen, die viel ressourcenschonender sind. Entweder wir decken uns mit waschbaren Wattepads bzw. Schwämmchen aus dem Drogeriemarkt ein. Oder wir starten ein DIY-Projekt, bei dem wir aus Stoffresten (zum Beispiel Waschlappen oder Microfasertücher) Abschminkpads selbst nähen.

Auch unsere Monatshygiene ist von Einwegprodukten geprägt: Eine Frau verbraucht im Schnitt 17.000 Binden und Tampons in ihrem Leben. Ganz schön viel Abfall. Tampons und Binden sind sogar einzeln in Plastik verpackt. Noch mehr Müll! Eine nachhaltige Alternative wäre, von Tampons auf Menstruationstassen umzusteigen. Sie sind nicht nur online, sondern auch in Drogeriemärkten erhältlich. Die meisten Cups bestehen aus medizinischem Silikon oder TPE (Thermoplastische Elastomere). Das Material der Menstruationstassen beeinträchtigt nicht die Scheidenflora und sie sind im Vergleich zu Einmalprodukten sehr preiswert. Bei guter Pflege können wir sie bis zu zehn Jahre lang verwenden. Wem Binden und Slipeinlagen lieber sind, kann auch hier zu waschbaren, wiederverwendbaren Alternativen greifen.

3. Tschüß, Plastik.

Punkt 1 und 2 waren die Aufwärmphase, jetzt steigen wir tiefer ins Thema ein. Beim Blick ins Badezimmer fällt etwas auf: Plastik. Überall findet sich Plastik. Das ist aus zwei Gründen ein riesiges Problem für unsere Umwelt: Man stellt es aus dem Rohstoff Erdöl her und dieser wird immer knapper. Außerdem ist das Material nicht biologisch abbaubar.

Neben Plastik von Verpackungen, ist auch Mikroplastik ein großes Problem. Die Plastikpartikel sind kleiner als 5 Millimeter und kommen in Peelings, Zahnpasta, Make up oder Duschgel vor. Sie geraten ungehindert in unsere Gewässer und fügen dem Ökosystem Schaden zu.

Mit einem Umstieg auf zertifizierte Naturkosmetik vermeiden wir schon Mikroplastik, den organische Inhaltstoffe sind frei davon. Auch den Plastikmüll können wir reduzieren. Und zwar mit fester Seife. Es gibt sie nicht nur zum Hände waschen, sondern auch zum Duschen, Peelen und Haare waschen. Sie ist zum einen ergiebiger als flüssige Hygieneprodukte, zum anderen kann man sie vollkommen unverpackt oder in Papier eingeschlagen kaufen.

Für Zahnbürsten – in Plastik verpacktes Plastik – gibt es nachhaltige Alternativen aus Bambus. Die am schnellsten wachsende Pflanze der Welt besitzt sogar leicht antibakterielle Eigenschaften.

Photo 1 by Karla Alexander on Unsplash

Photo 2 via VisualHunt

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*