Tschüß Notiz-Chaos, hallo Bullet Journal!

Das Leben ist hektisch, wir haben viel zu tun. Und manchmal machen die vielen Notizzettel, die als Erinnerungshilfen dienen sollen, die Sache nicht übersichtlicher. Sie werden zerknittert, gehen verloren und auf der Suche nach ihnen geht uns auch die Zeit verloren. Das Ergebnis: Sie sind vollkommen nutzlos. Und dann auch noch die vielen angefangenen Notizbücher für unterschiedliche Themen: Nähideen, gelesene Bücher, Textaufträge, Ideen für Blogposts… Organisiert ist was anderes.

Ich könnte ganze Schuhkartons mit nutzlosen Notizzetteln und Listen füllen. Letztes Jahr entschied ich dann: Da muss was neues her.

Vorhang auf fürs Bullet Journal

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Ich gebe Euch heute einen Überblick, was zum Teufel eigentlich dieses Bullet Journal ist, von dem man die letzten Monate immer wieder liest. Außerdem hab ich eine kleine Liste zusammengestellt, was Ihr braucht, um ein Bullet Journal anzulegen.

Was ist ein Bullet Journal?

Es ist ein analoges Organisationstool, das vollständig an individuelle Vorlieben angepasst werden kann. Denn: das Layout und den Inhalt bestimmt Ihr! Es kann eure To-Do-Listen enthalten, ein 5-Jahres-Kalender, ein Tagebuch oder ein Notizbuch sein. Oder alles auf einmal.

Das System kreierte Ryder Carroll nach dem Motto: „do more with less“: Sein Einführungs-Video “How to Bullet Journal” findet ihr auf YouTube.

Wie ist ein Bullet Journal aufgebaut?

Das Bullet Journal basiert auf dem Prinzip des Rapid Loggings: schnell, einfach und effektiv. Es besteht aus vier Teilen: Seitenzahlen, Themen, kurze Sätze und Punkte/Bullets. Ein erstes Set Up könnte zum Beispiel so aussehen:

  • Index
  • Key
  • Future Log
  • Monthly Log
  • Monthly Tasks
  • Weekly Spread
  • Habit Tracker
  • Books to read
  • Things to sew

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Durch das Rapid Logging wird die Sache supereasy. Mehr Erklärungen zum Prinzip und den „offiziellen“ Key findet Ihr hier: Get Started.


Was macht das Bullet Journal so hilfreich?

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Wenn ich Informationen aufschreibe, kann ich sie mir viel besser merken. Im Bullet Journal sind alle Termine, Ideen und Pläne versammelt. So kann ich schnell entscheiden, was meine Prioritäten und konkreten Ziele sind. Ich liebe es, dass ich mich an keine vorgefertigten Raster eines klassischen Kalenders halten muss, sondern jede einzelne Seite an meine Bedürfnisse anpassen kann. Das perfekte System für Selbermacher! :-)

Was brauche ich zum Start?

Zwei Dinge sind essenziell: ein Notizbuch und ein Stift. Mehr braucht Ihr nicht. Ein Lineal kann auch ganz nützlich sein.

In der Facebook-Gruppe zum Bullet Journaling sind die Notizbücher von Moleskine und Leuchtturm die beliebtesten. Ich persönlich mag beide, finde Leuchtturm aber praktischer, weil die Seiten schon nummeriert sind. Zum besseren Vergleich seht Ihr hier links das Notizbuch von Moleskine, rechts das von Leuchtturm:

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Und hier steht Leuchtturm (links) neben Moleskine (rechts):bullet-journal-moleskine-leuchtturm-17

Bunte Farben, Sticker, Stempel, Doodles: Das ist alles Deko und kein Must Have. Das Bullet Journal soll Euch die Organisation des Alltags erleichtern und kein zusätzlicher Punkt auf der To-Do-Liste sein.


Wo finde ich Inspiration?

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Mittlerweile ist das Netz voll mit Material. Ihr könnt Euch zum Beispiel auf Blogs wie Violette Factory informieren. Wenn Ihr nur ein paar Bilder zum Warm werden anschauen wollt, findet Ihr davon Unmengen auf Instagram und Pinterest. Habt Ihr schon vom Bullet Journal gehört? Oder gehört Ihr längst zum Fanclub? Welche Themen tummeln sich in Euren Notizbüchern? Ich freu mich auf Eure Kommentare.

Alles Liebe

Eda

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  • Oh Notizchaos, das kenn ich. Ich habe ein Buch für meine Nähideen, eins für meine gelesen Bücher (das führe ich schon seit 2004), eins für meine Brieffreundschaften, wo ich mir notiere wem ich was wann geschrieben habe, eine Garten Notizbuch (dass ich in diesem Jahr aber irgendwie vernachlässigt habe), ein Homejournal mit diversen Putzlisten und Routinen, und nicht zuvergessen Einkaufslisten, To-Do listen, diverese andere Post-Its, die über meinen Schreibtisch verteilt sind und natürlich meinen Schreibtisch-Wochenkalender, .
    Tatsächlich schleiche schon eine Weile um das Thema herum bin aber immer wieder etwas eigeschüchtert davon abgekommen, wenn ich die tollen, künstlerischen Layouts auf Pinterest gesehen habe. Zeichentechnisch ist bei mir Hopfen und Malz verloren. Daher danke für das Video, das hat mir so ein bisschen die Augen geöffnet, dass es auch ohne den ganzen Tüddelkram geht (obwohl der ja schön und persönlich ist). Oktober ist ja nicht mehr weit, ich werde mir jetzt für den Rest des Jahres einfach ein altes Notizbuch schnappen (davon habe ich hier Kistenweise stehen) und einfach mal loslegen. Ganz Basic :) Mal sehen wie weit ich komme.
    Danke für den kleinen Anstoß!

    • Hej Jasmin,

      schön, dass ich ein bisschen die Augen öffnen konnte, worum es beim Bullet Journaling tatsächlich geht :) Ich bin gespannt, wie Du mit der minimalistischen Variante klarkommst.

      Lieben Gruß
      Eda

  • Wow! Danke für den Einblick in diese tolle Welt! Ich stoße mit meinem herkömmlichen Kalender immer an meine Grenzen. Zu wenig zusätzliche Seiten für alle Listen etc. Da weiß ich schon wie ich das ab 2017 mache :-).
    Herzliche Grüße, Désirée

  • Hi,

    wie schön, dass du gerade jetzt davon berichtest! Denn ich bin auch sehr an dem Thema interessiert. Allerdings peppe ich momentan eher meinen Kalender nur auf und bin nicht mit einem leeren Notizbuch gestartet.

    Aber immer mehr Dinge verlager ich inzwischen in meinen Kalender, sodass ich alles Wichtige dabei habe.

    Liebe Grüße,
    Stephanie

  • Ja, das gute alte Bullet Journal. Habe auch eins geführt – jedoch bin ich jetzt wieder in einen vorgedruckten Kalender umgezogen, da es mir zu viel Arbeit war – irgenwie. Ich hatte die Woche immer in Spalten gezeichnet und es gibt solch Kalender auch fertig von Leuchtturm, also hab ich mir den besorgt :)
    An und für sich finde ich das System aber gut, deswegen arbeite ich sozusagen etwas noch damit im Kalender.
    Ich brauch ja zum Glück nicht viele Listen – eigentlich habe ich zZ nur eine: meinen Notenspiegel.
    Die Monatsübersicht verwende ich als Projektplaner für die Schule, da es im 18 Monatskalender den Projektplaner erst ab dem neuen Jahr gibt… funktioniert bisher :D